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Große Gemeinschaftsübung am Saarbrücker Hauptbahnhof

13 Nov 2016

In der Nacht vom 12. auf den 13. November 2016 führten verschiedene Behörden und Organisationen gemeinsam eine Großübung am Saarbrücker Hauptbahnhof durch. Angenommen wurde ein umfassender Stromausfall wegen Blitzeinschlag im Bahnhof und eine Reihe daraus resultierender Ereignisse.

Das ersteintreffende Notarztteam sondiert die Lage.

Mehrere Züge standen abfahrtsbereit an den Bahnsteigen, die Fahrgäste mussten so in den Zügen ausharren und darauf warten evakuiert zu werden. Ein weiterer Personenzug war auf Grund der plötzlichen Dunkelheit gegen einen Prellbock gefahren, was dazu führte, das die Fahrgäste im Zug stürzten und sich teils schwer verletzten. Dies war einer der Übungsschwerpunkte des Rettungsdienstes.

In enger Abstimmung mit der Feuerwehr, Bundes- und Landespolizei sowie den beteiligten Bahnunternehmen organisierte der Rettungsdienst die schnellstmögliche Sichtung und Versorgung aller Patienten. Getreu dem Motto „Wir helfen gemeinsam!“ arbeiteten die Rettungskräfte von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutschen Roten Kreuz (DRK), Berufsfeuerwehr Saarbrücken (BF SB), Malteser Hilfsdienst (MHD) und der Einsatzleitung Rettungsdienst des ZRF in gewohnter Form Hand in Hand. Hier galt es ein in diesem Jahr neu eingeführtes System zur Abarbeitung eines Großeinsatzes zu nutzen, um die Chaosphase im Einsatz so kurz wie möglich zu halten und so optimales Arbeit zu ermöglichen. Auf diese Weise wurden insgesamt 19 Patienten, die durch die Realistische Unfalldarstellung (RUD) des DRK gemimt wurden, vor Ort erstversorgt, stabilisiert und entsprechend der Versorgungspriorität in die Krankenhäuser der Region transportiert.

Auch bei der Evakuierung der über 200 Betroffenen in den liegengebliebenen Züge wurden einige Personen verletzt, die nach Erstversorgung durch das Zugpersonal an den Rettungsdienst übergeben wurden. Nach rund 1 ½ Stunden konnten alle Patienten einer weiteren Behandlung zugeführt werden, womit der Einsatz des Rettungsdienstes beendet war und die Einsatzstelle an die anderen Organisationen übergeben werden konnte.

In den nächsten Wochen die Feststellungen der einzelnen Übungsbeobachter zusammengefasst und ausgewertet, umso aus den Erkenntnissen zu lernen und die bestehenden Systeme weiter zu verbessern.

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