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Jahresfortbildung Einsatzleitung Rettungsdienst

22 Nov 2016

Bei der jährlichen Fortbildung der Einsatzleitung Rettungsdienst am 18./19.11.2016 standen in diesem Jahr die Themenschwerpunkte Krankenhaus-Alarmplanung und Schnittstelle Rettungsdienst-Polizei bei polizeilichen Sonderlagen im Mittelpunkt. Dem ZRF Saar und der Rettungsdienstschule Saar war es auch in diesem Jahr gelungen, für die Fortbildung kompetente Referenten zu gewinnen, die in hochinteressanten Vorträgen verschiedene Aspekte beleuchteten.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst Dr. Thomas Schlechtriemen führte zunächst in die Thematik der Krankenhaus-Alarmplanung ein, erläuterte die rettungsdienstlich relevanten Teilaspekte und ging auf die Optimierungsmöglichkeiten an den Schnittstellen ein. Eindrucksvoll schilderten anschließend die Kollegen Thomas Castillo-Bonner und Jürgen Streit anhand einer Kasuistik, welche Problemstellungen bei einem realen Brand zu Tage treten und wie sinnvoll eine vorherige Planung und Kommunikation für Krankenhäuser sein kann. Die Krankenhaus-Alarmplanungs-Verordnung des Gesundheitsministeriums greift genau diesen Notwendigkeit und konkretisiert den Bedarf und den Anspruch an die Kliniken, wie Frau Brigitte Schmidt-Jähn vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Ihrem Beitrag erläuterte. Wie Krankenhaus-Alarmpläne konkret aussehen können erläuterten in ihren Vorträgen Chefarzt Dr. Stefan Otto vom Marienhaus Klinikum Saarlouis – Dillingen und Dirk Schmidt vom Universitätsklinikum des Saarlandes, die den aktuellen Stand der Alarmplanung dieser beiden großen Kliniken vorstellten.

Nachmittags lag der Fokus der Veranstaltung auf der rettungsdienstlichen Versorgung bei besonderen polizeilichen Lagen. Der Einstiegsvortrag des Leiters Rettungsdienst des BRK München Herrn Sönke Lase, der von den Ereignissen rund um den Amoklauf in München und den Erkenntnissen aus Sicht des Rettungsdienstes berichtete, wurde mit großem Interesse verfolgt. Die aktuellen Überlegungen einer Arbeitsgruppe der DGAI zu diesem Themenkomplex, die Dr. Schlechtriemen im Anschluss vorstellte greifen diese Erkenntnisse auf. Ebenso geht das  REBEL-Konzept aus Bayern, das Herr Peter Lorenz vom ZRF Saar beschrieb, auf die Schnittstellenprobleme bei polizeilichen Sonderlagen auf, zeigt aber auch Lösungsansätze. Den Abschluss der Veranstaltung bildete der gemeinsame Bericht des OrgL Christian Scherer und eines Vertreters von Spezialeinheiten der Saarländischen Polizei von einer Amok-Übung, die im Juli 2016 in Homburg durchgeführt wurde. Hier wurden die unterschiedlichen Erkenntnisse aus der Übung dargestellt. Bei der abschließenden Diskussion stand Herr Polizeioberrat Mink vom Landespolizeipräsidium als Gast und Gesprächspartner zur Verfügung.

Der ZRF-Saar dankt allen Referenten, Gästen und Teilnehmern für eine interessante und erkenntnisreiche Veranstaltung mit engagierten Diskussionen.

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