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Große Rettungsübung im Pellinger Tunnel mit 200 Einsatzkräften

27 Apr 2018

Vier havarierte Autos, eines davon umgestürzt. Verletzte Personen in den Fahrzeugen, zum Teil regungslos. Umherirrende Unfallbeteiligte auf der Suche nach Hilfe. Das war das Szenario, das sich vergangenen Sonntag den Hilfskräften auf der A8 im Tunnel „Pellinger Berg“ bot und den Rahmen für eine große Rettungsübung bildete. Neben 16 Personen der realistischen Notfalldarstellung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren sechs Übungspuppen eingesetzt, um den Einsatzkräften ebenso komplexe, wie realistische Einsatzbedingungen zu bieten.

Einsatzkräfte bei der Erstversorgung in der Patientenablage

An der Übung teilgenommen haben rund 200 Einsatzkräfte der Rettungswachen Merzig, Mettlach und Perl (DRK) sowie Erbringen (Fa. Ambulanz Frisch), der Hubschrauberstandorte Christoph 16 Saarbrücken und Luxemburg Air Rescue, der Einsatzleitung Rettungsdienst,  von Führungs-, Sanitäts- & Verpflegungseinheiten des DRK-Kreisverbandes Merzig-Wadern und des Malteser Hilfsdienstes, der Feuerwehren Merzig und Perl, des Fernmeldedienst des Landkreises, der Saarländischen Landespolizei sowie dem Landesbetrieb für Straßenbau.

Ziel der Übung war es, die Abläufe bei einem schweren Verkehrsunfall im Tunnel „Pellinger Berg“ zu trainieren und die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdiensten bei der Rettung und Versorgung von Verletzten zu üben. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf der Umsetzung der Führungsorganisation unter Einbindung von Einsatzleitfahrzeugen aus dem gesamten Landkreis.

Ebenso wurde der gemeinsame Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes (BHP) des Rettungsdienstes für die Versorgung von 25 Verletzten pro Stunde mit den Einheiten des sanitätsdienstlichen Katastrophenschutzes erstmalig geübt.

Viele Verantwortliche von Rettungsdienst und Feuerwehr sowie die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Bürgermeister Marcus Hoffeld waren bei der Übung dabei und beobachteten, wie sich im Halbdunkel der Tunnelröhren ein realistisches Szenario entwickelte.

Organisation und Abläufe - von der Absicherung der Unfallstelle bis hin zu Bergung, Rettung und Behandlung der Unfallbeteiligten - wurden akribisch dokumentiert. Im Laufe der kommenden Wochen werden die Aufzeichnungen herangezogen für eine kritische Analyse sowie für die Ausarbeitung von Verbesserungspotenzialen in den Bereichen Organisation, Ausbildung und Ausstattung bei allen Beteiligten.

Ein erstes, positives Fazit konnte bereits am Übungstag gezogen werden: Die Übungsziele wurden erreicht, zu erwartende Problemstellungen konnten identifiziert werden, und die Beteiligten gehen deren Lösungen kurzfristig an.

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