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Fahrzeuge

Vielen Menschen ist nicht bekannt, dass es im Rettungsdienst unterschiedliche Fahrzeugtypen oder auch „Rettungsmittel“ für unterschiedliche Zwecke gibt. Umgangssprachlich wird oft lediglich von einem Krankenwagen gesprochen.

Da es jedoch viele verschiedene, zum Teil hoch spezialisierte Rettungsmittel gibt, möchten wir Ihnen diese kurz vorstellen.

Unter Rettungsmittel im engeren Sinne sind die Fahrzeuge für die Beförderung der Patienten bzw. für das Heranführen des rettungsdienstlichen Personals zum Notfallort bzw. zum Ort des Transportbeginns zu verstehen. Die technischen Anforderungen an Fahrzeuge, Geräte und Material ergeben sich aus dem jeweiligen Stand der Technik, entsprechend der nationalen DIN-Normen (Deutsches Institut für Normung) bzw. der jeweiligen europaweit geltenden EN-Norm. Diese Normen kennen vier Fahrzeugtypen:

 

DIN EN 1789 Rettungsdienstfahrzeuge und deren Ausrüstung – Krankenkraftwagen

Die in Deutschland bis dahin gültige DIN 75080 wurde im Jahr 2000 durch die nun europaweit geltende Europäische Norm mit der Bezeichnung EN 1789 abgelöst. In dieser Norm werden u.a. Abmessungen, Ausstattung und Ausrüstung der verschiedenen Fahrzeugtypen definiert, die für die Behandlung und den Transport von Patienten vorgesehen sind. Nach der neuen Norm werden die Fahrzeuge, die zunächst alle als Krankenkraftwagen bezeichnet sind, in 4 verschiedene Fahrzeugtypen unterteilt.

Typ A1: Krankentransportwagen (KTW)
Meist Kombi oder Großraum-Limousine, der für den Transport eines liegenden Patienten ausgebaut ist. Die medizinische Ausstattung ist eher gering. Diese Art der Fahrzeuge ist im Saarländischen Rettungsdienst nicht eingesetzt.

Typ A2: Krankentransportwagen (KTW)
Für den Transport eines oder mehrerer Patienten mit Krankentrage und/oder Tragestuhl ausgestattetes Fahrzeug, meist auf Transporterbasis. Die im Saarländischen Rettungsdienst eingesetzten Krankentransportwagen entsprechen diesem Typ, verfügen aber über eine über die Norm hinausgehende Ausstattung.

Typ B: Notfallkrankenwagen (N-KTW)
Fahrzeuge für den Transport, die Erstversorgung und Überwachung von Patienten. Diese Fahrzeugart verfügt zwar über umfangreiche Ausstattung, der zur Verfügung stehende Platz im Inneren ist jedoch beschränkt. Fahrzeuge die als Typ B zu bezeichnen sind, werden mit Sonderausstattung wie Allradantrieb z.B. in Küstenbereichen oder in den Bergen zur Rettung eingesetzt. Im Saarländischen Rettungsdienst finden diese Fahrzeuge keine Verwendung, werden aber für den Katastrophenschutz im Saarland vorgehalten.

Typ C: Rettungswagen (RTW)
Fahrzeuge für den Transport, die erweiterte Versorgung, Behandlung und Überwachung von Patienten. Eine umfangreiche Ausstattung mit Geräten und Medikamenten ermöglicht eine effiziente und umfangreiche Versorgung vor Ort. Fahrzeuge dieses Typs werden im Saarländischen Rettungsdienst als Rettungswagen eingesetzt.

DIN 75 079 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF)
Pkw für den schnellen Transport eines Notarztes und entsprechender Ausrüstung an den Notfallort.

Neben diesen Standardfahrzeugen, die auf alle Rettungswachen im ganzen Land verteilt sind, verfügt der Saarländische Rettungsdienst auch über Sonderfahrzeuge für spezielle Einsatzzwecke.