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Ärztlicher Leiter Rettungsdienst

 

Zur Person

Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Saarlandes (ÄLRD) ist seit dem 01.10.2006 Herr Dr. Thomas Schlechtriemen. Dr. Schlechtriemen (Jahrgang 1964, verheiratet, 4 Kinder) ist Facharzt für Anästhesie mit den Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin und Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin.

Vor seiner Berufung zum Ärztlichen Leiter Rettungsdienst des Saarlandes war er als Anästhesist am Klinikum Saarbrücken (1994 – 2006, Standort RTH „Christoph 16“, zuletzt Oberarzt und Bereichsleiter Notfallmedizin) und am St. Elisabeth-Klinikum Wittlich (1992-1994, Standort RTH „Christoph 10“) tätig.

Dr. Schlechtriemen ist ehrenamtlicher Ärztlicher Leiter der Rettungsdienstschule Saar und Vorsitzender des Fachbeirates der Schule. Für die Ärztekammer des Saarlandes leitet er den Kurs zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und ist als Fachprüfer in Prüfungsausschüssen der Ärztekammer tätig. Er ist Landesvorsitzender Saarland und stellv. Gesamtvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte.

Von 2002 bis 2015 hat Dr. Schlechtriemen die Aufgaben des Leiters Medizinisches Qualitätsmanagement der ADAC Luftrettung gGmbH (50%, später 25% seiner Tätigkeit) wahrgenommen – da sich der Arbeitsumfang beider Aufgabenbereiche nicht mehr parallel bewältigen ließ, musste die Tätigkeit bei der ADAC Luftrettung gGmbH aufgegeben werden.

Der ÄLRD legt großen Wert darauf, neben seiner administrativen Tätigkeit beim Rettungsdienstträger weiterhin aktiv als Notarzt und Leitender Notarzt tätig zu sein und absolviert an allen Notarztstandorten im Saarland alternierend 8 Notarztdienste je Monat. Er ist stellv. Ltd. Hubschrauberarzt des Luftrettungszentrums Saarbrücken (RTH „Christoph 16“).

Aerztlicher Leiter RD
Dr. Thomas Schlechtriemen

Aufgaben des ÄLRD

Die Aufgaben des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst des Saarlandes sind in § 21a Absatz 3 des Saarländischen Rettungsdienstgesetzes (SRettG) festgelegt. Hier heißt es:

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst oder die Ärztliche Leiterin Rettungsdienst soll insbesondere

  1. den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung bei allen medizinischen Fragen und bei Entscheidungen über Zahl, Standort und Ausstattung von rettungsdienstlichen Einrichtungen fachlich beraten und unterstützen;
  2. im Zusammenwirken mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung und den Katastrophenschutzbehörden die Grundlagen für eine effektive medizinisch-organisatorische Planung und Leitung des rettungs- und sanitätsdienstlichen Instrumentariums bei Notfallereignissen mit einer größeren Anzahl von Verletzten oder Kranken schaffen;
  3. im Zusammenwirken mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, den mit der Notfallrettung Beauftragten und den Notärzten und Notärztinnen eine weitgehend einheitliche pharmakologische und medizin-technische Ausstattung und Ausrüstung der Fahrzeuge festlegen;
  4. auf der Grundlage von Dokumentationen die Einsatzstrategien und das Einsatzgeschehen in der Rettungsleitstelle oder Integrierten Leitstelle überwachen und zusammen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung durch Fortschreibung der Dispositionsanweisungen und gezielter Fort- und Weiterbildung des Personals optimieren;
  5. auf der Grundlage von Dokumentationen die Versorgung der Notfallpatienten und Notfallpatientinnen durch ärztliches und nichtärztliches Personal überwachen und zusammen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung und den Notärzten und Notärztinnen Empfehlungen für ärztliches Personal sowie Behandlungsrichtlinien für nichtärztliches Personal erarbeiten;
  6. gewonnene Erkenntnisse gezielt in die Fort- und Weiterbildung des Rettungsdienstpersonals und der Notärzte und Notärztinnen einbringen sowie als Anregungen an die Ausbildungsstätten geben.

Zu den Aufgaben des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst gehört es damit, auf der Grundlage der aktuellen Entwicklung in der Notfallmedizin, die Versorgung der Notfallpatienten und Notfallpatientinnen durch ärztliches und nichtärztliches Personal zu überwachen und zusammen mit dem Zweckverband und den Notärzten und Notärztinnen daraus Empfehlungen und Behandlungsrichtlinien für das Personal zu erarbeiten. So liegen beispielsweise Verfahrensanweisungen zur Versorgung besonders zeitkritischer Notfallpatienten (Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand, Akutem Koronarsyndrom – Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schwerverletzte) vor genauso wie Verfahrensanweisungen für besonders kritische Notfallsituationen (z.B. Sicherung der Atmung – difficult airway Management) oder Verfahrensanweisungen zur Festlegung des Verantwortungsbereiches des Rettungsdienstfachpersonals (Kompetenzen für Rettungsassistenten und Notfallsanitäter). Die aus der medizinischen Dokumentation gewonnenen Kenntnisse fließen gezielt in die Fort- und Weiterbildung des Rettungsdienstpersonals ein, in Art und Umfang der technischen und medikamentösen Ausstattung und in die Inhalte der Aus- und Fortbildung.

Darüber hinaus wird im Rahmen des Medizinischen Qualitätsmanagements die Umsetzung der in den Verfahrensanweisungen festgelegten Versorgungsvorgaben in regelmäßigen Abständen überprüft. Defizite bei der Erstversorgung von Notfallpatienten im gesamten Saarland oder an einzelnen Standorten werden analysiert und gezielt mit den Verantwortlichen besprochen. Unabhängig davon werden aufgrund dieser Ergebnisse die Fortbildungen für das Rettungsdienstpersonal konzipiert.

Weiterhin legt der Ärztliche Leiter in Abstimmung mit den verantwortlichen Kollegen der Notarztstandorte eine Medikamentenliste für die Notfallversorgung der Patienten im Saarland fest. Diese Medikamentenliste richtet sich nach den aktuellen Therapieempfehlungen und ist obligat für jedes Fahrzeug. In festgelegten Zeitabständen wird die Liste mit Blick auf die aktuellen Therapieempfehlungen der Fachgesellschaften überarbeitet.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst berät den ZRF Saar bei der Vereinheitlichung der medizinisch-technischen Ausstattung der Rettungstransportwagen und der Notarzteinsatzfahrzeuge. Dies stellt sicher, dass alle Rettungsfahrzeuge im Saarland über die gleiche medizinisch-technische Ausrüstung verfügen und erleichtert damit die Arbeit des ärztlichen und des nichtärztlichen Personals bei Rendezvous-Einsätzen verschiedenster Fahrzeuge erheblich.

 

Download medizinische Verfahrensanweisungen