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Grundsteinlegung Notleitstelle Bexbach als Redundanz

Grundsteinlegung für eine Notleitstelle in Bexbach als Rückfallebene für die Integrierte Leitstelle

Symbolbild Grundsteinlegung

Übergabe des Förderbescheids des Landes von 1,6 Mio Euro (von links: Udo Recktenwald (Verbandsvorsteher ZRF), Rein-hold Jost (Innenminister Saarland), Timm Mathis (Geschäftsführer ZRF Saar)

Die Zeitkapsel mit Dokumenten wird Versiegelt

Ein Betonstein findet nach der Befüllung seinen Platz im Neubau

Von landesweiter Bedeutung: (von links: Christian Prech (Bürgermeister Bexbach), Frank John (Landrat Saarpfalz-Kreis), Gisbert Oberkirch (Vertreter des Regionalverbandes Saarbrücken), Sevim Kaya-Karadağ (SPD Landtagsfraktion), Reinhold Jost (Innenminister Saarland), Udo Recktenwald (Verbandsvorsteher ZRF), Timm Mathis (Geschäftsführer ZRF Saar), Anja Wagner-Scheid (CDU-Landtagsfraktion), Maximilian Raber (SPD-Landtagsfraktion)

Die Notleitstelle wird 2027 fertig

Ein Verbindungssteg ermöglicht gleichzeitig die Schaffung neuer Räume für die Verwaltung des ZRF

Am 30.03.2026 legten Vertreter des ZRF Saar und den Innenministeriums den Grundstein für einen Neubau einer Not-Leitstelle auf dem Gelände des Saarpfalz-Parkes in Bexbach.

Mit Übernahme der Rettungsleitstelle im Jahr 2004 wurde der Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung (ZRF) auch Träger der für den Rettungsdienst zuständigen Leitstelle. Die kommenden Jahre waren geprägt von der Umgestaltung der Leitstelle in eine Integrierte Leitstelle, die landesweit alle Notrufe über die „112“ annimmt und neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehren landesweit alarmiert - im Regionalverband in Kooperation mit der Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt.

Zwischen 2011 und 2013 erfolgte schließlich der komplette Abriss des nicht mehr zeitgemäßen Gebäudes auf dem Saarbrücker Winterberg und der Neubau einer modernen hochfunktionalen Integrierten Leitstelle (ILS). Während der Bauzeit wurde im Landratsamt des Landkreises Merzig-Wadern ein Interimsstandort ertüchtigt, der noch heute technisch einsatzbereit gehalten wird, neben einem kleinen Raum im Verwaltungsgebäude in Bexbach welcher als Redundanz genutzt wird

Gleichzeitig wurde deutlich, dass für eine derart wichtige kritische Infrastruktur für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr perspektivisch eine jederzeit verfügbare, hochbelastbare und vollwertige Rückfallebene erforderlich wird. Bei einem Ausfall der ILS durch Naturereignisse oder durch sonstige äußere Einflüsse ist die öffentliche Ordnung nur durch leistungsfähige Redundanzen aufrecht zu erhalten.

In der Integrierten Leitstelle arbeiten zurzeit ca. 80 Disponenten und Disponentinnen sowie eine leistungsfähige IT-Abteilung. Jährlich werden bis zu 160.000 Notrufe und 120.000 Krankentransportanforderungen bearbeitet. In der Summe werden bis zu 800.000 Telefonate geführt und von einem hochleistungsfähigen EDV-System gestützt. Die ILS Saarland übernimmt dabei als einige Zentrale Anlaufstelle die Alarmierung, einsatzbegleitende Disposition, Koordinierung und Steuerung von Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutzeinheiten. Sie stellt zudem die Alarmierungstechnik, Datensteuerung und Kommunikation sicher.

Eine belastbare, jederzeit verfügbare, räumlich und technisch handlungsfähige und vollwertige Ausfallsicherheit und Redundanz ist zwingend erforderlich und stellt einen entscheidenden Baustein für die Ausfallsicherheit einer wichtigen Infrastruktur in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr dar.

Deswegen entsteht in Bexbach nun ein Zweckgebäude mit vier Stockwerken und separater Technikzentrale. Kernstück stellt dabei ein technisch vollwertiger Dispositionsraum im 3. Obergeschoss dar.

Über einen Verbindungssteg wird zudem ein Zugang zum Bestandsgebäude des Rettungsdienstzentrums in Bexbach geschafft, der zusätzliche Synergien bietet und die Nutzung für Verwaltungsaufgaben ermöglicht.

Nach einer Vorbereitungs- und Planungszeit, nach dem Erwerb und Ertüchtigung eines geeigneten Grundstückes kann jetzt mit dem eigentlichen Neubau dieser hochwertigen Rückfallebene für die Integrierte Leitstelle begonnen werden. In einer kleinen Feierstunde wurde eine Zeitkapsel mit Zeitdokumenten gefüllt und in einen zukünftigen Mauerstein einbetoniert.

Für den Neubau werden rund 10 Millionen Euro investiert, die das Land mit einer Bedarfszuweisung von 1,6 Millionen Euro unterstützt. Anlässlich der Grundsteinlegung überreichte der saarländische Innenminister Reinhold Jost den positiven Förderbescheid an den Verbandsvorsteher Udo Recktenwald und den Geschäftsführer Timm Mathis.

Mit einer Fertigstellung des Gebäudes wird im 4. Quartal 2027 gerechnet.

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